Wenn alle auf einen warten!

Selbst in der Snowkite Szene ist das Red Bull Ragnarok speziell. Es ist das größte und härteste Snowkite-Event der Welt. Über 350 Kiter kommen in die norwegische Hochebene Hardangervidda um sich dort zu batteln. Bei diesem 100 km langen Kurs im norwegischen Backcountry schreibt jeder Athlet seine ganz eigene Geschichte und geht mit unterschiedlichen Erwartungen an den Start. Für uns im Red Bull Photography Team ist dies die perfekte Gelegenheit, um die Ricoh Theta S VR Kamera zu testen.

Wenn alle auf einen warten!

Von Salzburg nach Oslo und weiter nach Haugastol. Im Gepäck gefühlte hundert Kilo Kameraequipment. Die Ricoh Theta S bringt davon gerade mal hundert Gramm auf die Waage. Fotograf Esben Zoellner Olsen von Dänemark wird sich beim diesjährigen Red Bull Ragnarok fotografisch austoben, deshalb das Mehr an Equipement in meinem Gepäck. Ich begleite Esben nach Norwegen, da wir im Vorfeld gemeinsam das Shooting im Red Bull Photography Team planten und organisierten. Für dieses Projekt haben wir uns viel vorgenommen. Der Auftrag an Espen für den Red Bull Ragnarok Event ist es, sich auf die Produktion von kreativen Content zu konzentrieren. Dazu zählen nicht nur die 360 VR Aufnahmen, sondern auch Infrarotbilder von Athleten in Action, sowie Timelapse vom Rennen selbst zu machen.

Beim Preshooting am Vortag der Competition gewöhnen wir uns schon mal an die kalte norwegische Luft und testen das Equipment im Schnee und Eis. Mit guten Motiven und leeren Akkus in der Tasche beschließen wir zurück zur Lodge zu fahren mit der leisen Vorahnung, dass der morgige Tag noch kalt ah lang genug werden wird. Die Stunden vor dem Rennen finde ich persönlich immer extrem spannend. Ich beobachte Athleten beim Philosophieren ihrer Taktiken, beim herzlichen Wiedersehen von alten Bekanntschaften oder beim Vorbereiten ihres Equipments und andere beim gemütlichen Biertrinken. Der eine und der andere schwankt noch zwischen dem großen und dem noch größeren Kiteschirm, denn die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist alles andere als easy going.
Da vor allem einer nicht in der Vorhersage auftaucht. Der Wind. Am nächsten Morgen warten schon alle gespannt auf die Entscheidung der Judges. Das Rennen findet heute statt. Es sei nach ihnen die einzige Möglichkeit in den nächsten Tagen es überhaupt auszutragen. Für uns heißt das – schnell packen und ab zur Startarea. Nach und nach wird die schneeweiße Landschaft immer bunter und füllt sich mit 350 Kitern, die heute an den Start gehen. Es ist endlich so weit, wir hören den das schrille Startsignal. Eine lauter und schriller Hub Ton durchbricht die Anspannung der hingehaltenen Kiter. Los geht’s! Nur die Harten reihen sich ganz vorne ein. Ein Wirrwar an Seilen und Schirmen am Himmel. Der Start ist definitiv einer der spektakulärsten Momente des Rennens. Wenn sich 350 Kiter um eine gute Position batteln, sorgt das für unglaubliche Szenen. Aufgrund der weiten Distanzen beschlossen wir, dass ich mich um die 360 Grad Bilder am Start kümmere und Espen sich um die Timelapse Aufnahmen und die Aufnahmen auf der Strecke. Der Wind lässt leider schon merklich nach. Deshalb müssen die Athleten sehr geschickt mit ihren Kites handieren und viele von ihnen bereits nach wenigen Kilometern weite Strecken zu Fuß zurücklegen. Schließlich schafften es gerade einmal 25 Teilnehmer mit alle fünf Runden zu finishen.

Die wetterbedingte Herausforderung minderte jedoch nicht unseren Ehrgeiz guten Content zu produzieren. Nach vielen Stunden am Schnee und Temperaturen weit unter der Null Grad Grenze waren wir umso zufriedener als wir in der Lodge gemeinsam die Ergebnisse durchschauten.

The battle of Ragnarok – für Snowkiter ein Grund für eine Reise nach Norwegen!

Die gesamte Story auf Red Bull Photography hier:

https://www.redbullphotography.com/projects/the-battle-of-red-bull-ragnarok